Sotheby's Freude mit Französischem

5. Februar 2003, 20:29
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Hohe Preise für Gemälde von Bonnard und Corot bei Auktion in London

London - Bei einer Versteigerung impressionistischer und moderner Kunst des Londoner Auktionshauses Sotheby's bestimmten am Dienstagabend Bilder französischer Meister das Geschehen. Werke bekannter deutscher Expressionisten wie Emil Nolde, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff fanden dagegen keine Abnehmer.

Mit dem Zuschlag von 6,49 Mio. Euro für das Gemälde "La Porte fenêtre" des französischen Malers Pierre Bonnard (1867-1947) wurde ein Höchstpreis für ein Bild dieses Malers erzielt. Der Schätzpreis hatte bei maximal 4,79 Millionen gelegen. Das Ölgemälde "La Reveuse à la fontaine" von Jean-Baptiste-Camille-Corot brachte 1,509 Millionen.

L'érotisme surrealiste

Das erotische Motiv "Jeune vierge autosodomisée par les cornes de sa propre chasteté" des Surrealisten Salvador Dali wurde für 2,054 Millionen Euro zugeschlagen, René Magrittes Ölbild "La belle de nuit" (1932) war einem europäischen Privatsammler 1,287 Millionen Euro wert.

Expressive ohne Fortüne

Unter den 25 zurückgegangenen Gemälden befanden sich alle 15 angebotenen Bilder deutscher Expressionisten. Dazu zählten Noldes Aquarell "Junges Paar", Kirchners "Seewald" und Heckels "Am Teich". Auch Kirchners "Tangotee" blieb ohne Gebot. Im Unterschied zum Ergebnis bei Sotheby's waren am Montagabend beim Londoner Konkurrenzhaus Christie's Höchstpreise für Werke deutscher Künstler erzielt worden. Dort ersteigerte ein ungenannter Käufer für 1,557 Millionen Euro das Bild "Der blaue Mäher" von Heinrich Campendonk (1889-1957). (APA/dpa)

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