Staubbelastung durch kurze Spitzenwerte

5. Februar 2003, 19:59
posten

26.000 Tonnen Streusplitt kugeln noch herum - ein kleines Lüfterl und schon ziehen die Staubwolken durch Wien

Wien - Der Schnee ist - weitgehend - geschmolzen, 26.000 Tonnen Streusplitt kugeln noch herum, die Sonne trocknet die Straßen, dazu ein kleines Lüfterl und schon ziehen sie durch Wien, die hochgewirbelten Staubfahnen.

Laut MA 22 (Umweltschutz) wurden die geltenden Staubgrenzwerte noch nicht überschritten. Denn das sei erst der Fall, wenn 150 Mikrogramm Schwebestaub pro Kubikmeter als Tagesmittel erreicht werden. In den letzten Tagen sei dieser Wert hingegen nur kurzfristig überschritten worden.

Unzahl von Krankheitserreger

Laut ARBÖ solle man aber trotzdem vorsichtig sein und notfalls Schutzmaßnahmen ergreifen. ARBÖ-Verkehrsmediziner Josef Nagler betont, dass chemische Analysen zwar gezeigt hätten, dass die Staubpartikel aus dem Streusplitt keine Giftstoffe enthalten - dafür aber eine Unzahl von Krankheitserregern, etwa aus Speichel, Tauben- und Hundekot.

Der ARBÖ rät daher Autofahrern, die Fenster möglichst nicht zu öffnen - und bei der Lüftung den Ventilator auf Umluft zu schalten. Falls das nicht möglich ist, soll das Gebläse keinesfalls auf das Gesicht gerichtet werden. Fußgängern und Radfahrern rät der ARBÖ, als Vorbeugung einen Mundschutz zu tragen.

Umweltstadträtin Isabella Kossina (SP) will übrigens im nächsten Winter das generelle Salzstreuverbot in Wien aufheben - denn dann müsse nicht mehr so viel Split gestreut werden. (APA, frei, DER STANDARD Printausgabe 6.2.2003)

Share if you care.