Vier Stunden in Seilbahngondel gefangen

5. Februar 2003, 20:15
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In der Nacht saßen drei Vorarlberger und ein Deutscher wegen einer technischen Panne stundenlang in der Gondel fest

Bregenz - Über vier Stunden saßen in der Nacht zum Mittwoch in Vorarlberg vier Menschen in einer Seilbahngondel fest. Nach einer Rettungsaktion durch die Feuerwehr konnten sie leicht unterkühlt geborgen werden. Der Zwischenfall ist bereits der vierte innerhalb weniger Wochen auf heimischen Liftanlagen.

Ein technisches Gebrechen dürfte den unfreiwilligen Aufenthalt der Urlauber in der Gondel der Bergbahnen Schinfis (Bez. Feldkirch) ausgelöst haben. Gegen 23 Uhr soll ein Seil aus der Führungsrolle gesprungen sein - die Bahn stoppte. Vergeblich versuchten Seilbahnmitarbeiter den Schaden zu beheben, erst die Feuerwehr konnte die Insassen, drei Vorarlberger und einen Deutschen, nach mehr als vier Stunden befreien.

Bereits mehrere Zwischenfälle

Seit Ende Dezember haben sich in Vorarlberg und Tirol bereits mehrere Zwischenfälle mit den mechanischen Aufstiegshilfen ereignet, die zum Teil Schwerverletzte zur Folge hatten. Besonders gefährlich sind dabei Sessellifte.

Die Unglücksursachen sind unterschiedlich: Manche Skifahrer öffnen den Sicherheitsbügel zu früh und stürzen dann ab. Andere missachten den Betriebsschluss, wie ein 22-jähriger Schwede in Matrei. Der Mann kletterte über eine Absperrung, um eine Talfahrt anzutreten, der Lift wurde dann aber angehalten. Der Tourist sprang acht Meter in die Tiefe und erlitt schwere Wirbelverletzungen. (moe, DER STANDARD Printausgabe 6.2.2003)

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