US-Friedensaktivistinnen präsentierten in Bagdad "rauchenden Colt"

5. Februar 2003, 18:05
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Demonstration vor UNO-Auftritt Powells

Bagdad - Die amerikanische Initiative "Frauen für den Frieden" hat am Mittwoch in Bagdad kurz vor dem Auftritt von US-Außenminister Colin Powell vor den Vereinten Nationen gegen einen Irak-Krieg protestiert. Vor dem irakischen Informationsministerium entfalteten die zehn in Rosa gekleideten Frauen Transparente mit den Aufschriften "Wir haben den rauchenden Colt gefunden" und "Kein Blut für irakisches Öl", wobei sie Tankstellen-Zapfhähne demonstrativ in die Höhe hielten.

Mit dem "rauchenden Colt" ist jener schlagkräftige und unwiderlegbare Beweis gemeint, der den Irak eindeutig der Verletzung seiner Abrüstungsverpflichtungen überführen würde. "Hier ist die Rechtfertigung des Krieges", rief eine der Aktivistinnen, "diese Zapfhähne sind es!" "Als amerikanische Frauen wollen wir nicht, dass die amerikanische Regierung unschuldige Menschen des Öls wegen umbringen wird", fügte sie hinzu.

"Frauen für den Frieden" wurde vor acht Monaten gegründet und demonstriert seither unter dem Motto "Pink Alert" (Alarmstufe Rosa) regelmäßig vor dem Weißen Haus in Washington. Mitglieder der Frauengruppe halten sich seit dem Wochenende auch im Irak auf und führten dort bereits mehrere Aktionen auf öffentlichen Plätzen, in Schulen und Kinderheimen durch. (APA/dpa)

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