USA setzen Aufrüstung am Golf fort

5. Februar 2003, 18:00
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US-Flugzeugträger "Theodore Roosevelt" auf Weg ins Mittelmeer - London öffnet Militärbasis für Raketenabwehr

Washington/London - Die USA rüsten am Persischen Golf weiter für einen möglichen Irak-Krieg auf. Innerhalb der vergangenen Woche wurden insgesamt 17.000 weitere Soldaten und Reservisten mobilisiert, wie das Verteidigungsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Damit erhöhte sich die Zahl der einberufenen Soldaten im In- und Ausland auf mehr als 111.000, allein 51.000 davon wurden in Kuwait stationiert. In den kommenden Wochen soll die Gesamtzahl auf 180.000 erhöht werden.

In die Golfregion wurden bisher rund 100.000 US-Soldaten verlegt. Die Einberufungen der vergangenen Woche gehören zu den umfangreichsten seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Der US-Flugzeugträger "Theodore Roosevelt" war auf dem Weg ins Mittelmeer. Er soll nach Angaben eines Sprechers der US-Marine die Truppen in der Golfregion "in möglichen Notsituationen unterstützen." Bislang haben die USA drei Flugzeugträger in der Nähe Iraks stationiert. Die "Constellation" liegt derzeit im Persischen Golf, die "Harry S. Truman" im östlichen Mittelmeer. Die "Abraham Lincoln" war am Wochenende im Golf von Oman eingetroffen.

Großbritannien hat den Vereinigten Staaten unterdessen die Nutzung eines nordenglischen Luftwaffenstützpunktes für ihr geplantes nationales Raketenabwehrsystems erlaubt. Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon äußerte sich am Mittwoch erleichtert darüber, dass die unterschiedlichsten Interessengruppen nun zu einer Entscheidung gekommen seien. Auch Premierminister Tony Blair hatte sich für die Nutzung des Luftstützpunktes Fylingdales ausgesprochen. Die Radaranlagen von Fylingdales dienen seit 1963 als Frühwarnsystem für Raketenangriffe. (APA/AP)

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