Israelisches Gericht erschwert Massenfestnahmen von Palästinensern

5. Februar 2003, 16:40
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Klage von Menschenrechts- organisationen stattgegeben

Jerusalem - Das oberste Gericht Israels hat am Mittwoch einen Armeebefehl aufgehoben, der eine Festnahme von Palästinensern für zwölf Tagen ermöglichte, ohne sie einem Haftrichter vorzuführen. Es folgte damit der Klage mehrerer Menschenrechtsorganisationen, die wahllose Massenfestnahmen in den Palästinensergebieten verhindern wollen. In dem Gerichtsentscheid wird jedoch nicht festgelegt, in welchem Zeitrahmen die Festgenommenen künftig vor den Richter gebracht werden müssen. Die Richter wiesen die Armee an, innerhalb eines halben Jahres eine neue Order in der Frage herauszugeben.

Seit der Wiederbesetzung der palästinensischen Autonomiegebiete vor zehn Monaten hat die israelische Armee Tausende von Palästinensern festgenommen. Über eintausend davon befinden sich noch in israelischer Haft. (APA/dpa)

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