Pirelli-Flugzeugunglück: Behörden schlossen Selbstmord aus

5. Februar 2003, 16:24
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Ungeschicklichkeit des Piloten verursachte den Zusammenstoss gegen das Hochhaus

Mailand - Die italienische Agentur für Sicherheit des Flugverkehrs (ANSV) hat am Ende einer mehrmonatigen Untersuchung ausgeschlossen, dass der Hobbypilot Luigi Fasulo (67), der im April mit seinem Kleinflugzeug in den Mailänder Pirelli-Turm geflogen war, Selbstmord begangen hat. Wie ANSV-Präsident Bruno Franchi am Mittwoch berichtete, sei die Ungeschicklichkeit des Piloten in der Endphase des Fluges die wahrscheinlichste Ursache des Zusammenpralls gewesen, bei dem neben Fasulo auch zwei Frauen ums Leben gekommen waren.

Die ANSV-Experten überprüfte den Wortwechsel zwischen dem im Tessin lebenden italienischen Piloten und den Fluglotsen am Mailänder Flughafen Linate. Ein Missverständnis zwischen Fasulo und dem Tower könne eine Ursache des Unglücks gewesen sein. Sie schlossen einen Defekt des Fahrwerks aus, das von Fasulo gemeldet worden war.

Die Resultate der ANSV-Ermittlungen wurden der Mailänder Staatsanwältin Bruna Albertini übergeben, die ebenfalls eine Untersuchung über den Zusammenprall durchführt. "Die Resultate der Ermittlungen überraschen uns nicht, wir hatten von Anfang an die Hypothese eines Selbstmordes ausgeschlossen", so Albertini. Einige Medien hatten nach dem Unglück spekuliert, dass sich Fasulo wegen seiner hohen Schulden das Leben genommen hatte. (APA)

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