Blair warnt vor "eigensinnigem" Veto im UNO-Sicherheitsrat

5. Februar 2003, 14:14
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Britischer Premier bekräftigt Vorwurf der Verbindung Irak - Al Kaida

London - Der britische Premierminister Tony Blair hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Krieg gegen den Irak ohne neue UNO-Sicherheitsrats-Resolution bekräftigt. Großbritannien sei dazu auch bereit, wenn ein ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat ein "eigensinniges Veto" einlegen sollte, sagte Blair am Mittwoch vor dem britischen Unterhaus in London. Zwischen dem Irak und dem Terrornetzwerk Al Kaida gebe es "ganz offensichtlich" Verbindungen. Zudem sei es "ganz eindeutig", dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge. Die britischen Informationen darüber seien "sehr, sehr klar", fügte Blair hinzu.

Kurz zuvor war ein Streit über angebliche Verbindungen zwischen dem Irak und Al Kaida ausgebrochen. Außenminister Jack Straw wiederholte am Mittwoch im BBC-Rundfunk den Standpunkt der Regierung, dass es Verbindungen zwischen dem Regime in Bagdad und Al Kaida gebe. Dagegen hatte die BBC zuvor berichtet, in einem Premierminister Blair vorgelegten Geheimdienstpapier würden derartige Verbindungen ausgeschlossen. In Kreisen der britischen Geheimdienste herrsche "wachsende Unruhe" darüber, dass ihre Arbeit "politisiert" werde, um so eine Rechtfertigung für einen Krieg gegen den Irak zu schaffen.(APA)

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