Starke Schneefälle in Vorarlberg

5. Februar 2003, 13:51
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Ein Meter Neuschnee - Erhöhte Lawinengefahr in Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg

Bregenz/Salzburg/München - Die tagelangen Schneefälle in Vorarlberg mit bis zu einem Meter Neuschneezuwachs in den Nordstaulagen haben am Mittwoch für tiefwinterliche Verhältnisse im ganzen Bundesland gesorgt.

In Salzburg herrschte generell erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Auch in den deutschen Alpen verschärfte sich die Situation.

Ketten über den Arlbergpass

Über den Arlbergpass sowie auf allen höher gelegenen Straßen waren Schneeketten notwendig - sogar in Bregenz auf der Fluher Straße. In den nördlichen Landesteilen Vorarlbergs herrschte laut Landeswarnzentrale große Lawinengefahr der Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala.

Unfälle

Auf den schneeglatten Straßen kam es immer wieder zu Unfällen. Aus Sicherheitsgründen wurden einzelne Nebenstraßen gesperrt. Zu den Langzeitsperren zwischen Lech und Warth oder über das Furkajoch kamen aus aktuellem Anlass laut ÖAMTC u.a. die Sperre der Bizauerstraße (L 28) zwischen Bizau und Schnepfau im Bregenzerwald wegen Lawinengefahr, die Feldkircher Straße (L 66) zwischen Feldkirch und Göfis war wegen unter der Schneelast umgestürzter Bäume gesperrt, die Umleitung war über die L 51 möglich.

Tourenmöglichkeiten eingeschränkt

In Salzburg bestand vor allem in den Hochlagen durch umfangreiche Einwehungen und durch lockeren, trockenen Schnee eine erhebliche Gefahr. Als kritischste Bereiche wurden triebschneebeladene Hänge, Rinnen und Mulden oberhalb der Baumgrenze vor allem in den Richtungen Nord über Ost bis Süd angeführt. Die Tourenmöglichkeiten waren dort stark eingeschränkt und erforderten Erfahrung in der Lawinengefahrenbeurteilung. Auch bis zur Waldgrenze hinauf gab es lokal Einwehungen, die aus steileren Hängen, aus Rinnen und aus lichtem Wald abgetreten werden könnten.

Nach den Schneefällen hat sich die Lawinengefahr auch in den deutschen Alpen wieder verschärft. Im gesamten bayerischen Alpenraum herrschte große Lawinengefahr, teilte die Lawinenwarnzentrale am Mittwoch in München mit. Schon ohne Zusatzbelastung sei die Auslösung auch größerer Lawinen und Schneebretter möglich. In den kommenden Tage werde die Lage angesichts weiterer Schneefälle kritisch bleiben, warnten die Experten laut Nachrichtenagentur dpa. (APA)

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