Salzburg: Drei Millionen Euro Falschgeld beschlagnahmt

5. Februar 2003, 13:24
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Als Verteilerzentrale fungierte ein Lokal in Salzburg - Internationale Falschgeldorganisation zerschlagen

Salzburg - Eine internationale Falschgeldorganisation ist in Salzburg und Bulgarien zerschlagen worden. Fünf Personen wurden in Salzburg und fünf in Bulgarien festgenommen. Falschgeld im Nennwert von rund drei Millionen Euro wurde in Bulgarien sichergestellt. Das teilte die Polizei , in einer Aussendung mit.

Im Juni 2002 erlangte die Kriminalpolizei in Salzburg Hinweise darauf, dass eine bulgarisch-türkischstämmige Tätergruppe massiv falsche Eurobanknoten zum Verkauf anbietet. Ein 36-jähriger Türke und dessen gleichaltrige bulgarische Freundin wurden als Anbieter ausgeforscht. Als Verteilerzentrale fungierte das Lokal eines 32-jährigen Türken im Salzburger Stadtteil Lehen. Dort agierten der 36-Jährige ehemalige Kellner, der Lokalbetreiber selbst sowie zwei Stammgäste - ein 34-Jähriger Italiener und ein 32-jähriger Österreicher - als Verteiler der "Blüten".

Rund drei Millionen Euro Falschgeld beschlagnahmt

Durch internationale Zusammenarbeit wurden am 20. Dezember vergangenen Jahres im Grenzgebiet von Bulgarien und Mazedonien fünf Personen festgenommen sowie rund drei Millionen Euro Falschgeld beschlagnahmt. Unter den damals Verhafteten befand sich die 36-jährige bulgarische Anbieterin aus Salzburg. Daraufhin wurden von der Polizei Salzburg sofort Fahndungsmaßnahmen nach dem Hauptanbieter, dem 36-jährigen Türken, und den Verteilern eingeleitet.

Falschgeld wurde in verschiedenen Lokalen in Österreich verkauft

Der 36-Jährige wurde noch in der selben Nacht in dem Lokal in Lehen festgenommen. Er legte ein umfassendes Geständnis ab und gab zu, in Österreich Falschgeld im Nennwert von 50.000 Euro an seine Mittäter weitergegeben zu haben. Auf Grund dieser Aussagen wurden vom Landesgericht Salzburg Haftbefehle gegen die Komplizen erlassen.

Das Falschgeld wurde in verschiedenen Lokalen in Salzburg, in einer Pizzeria in Bad Reichenhall und in türkischen Lokalen in Wien verkauft. Die 50.000 Euro waren mittels Pkw nach Österreich geschmuggelt worden. Alle Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Salzburg überstellt. (APA)

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