Beschädigung durch Hitzekacheln

6. Februar 2003, 11:17
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Houston - Ein amerikanischer Techniker hat die US-Raumfahrtbehörde NASA schon vor neun Jahren auf die empfindliche Unterseite ihrer Raumfähren hingewiesen. Professor Paul Fischbeck von der Universität Stanford untersuchte 1994 an fünfzig Shuttle-Missionen die Schäden, die von abgebrochenen Trümmerteilen während des Starts verursacht wurden. Er kam zu dem Schluss, dass im Durchschnitt 25 Hitzekacheln pro Start beschädigt wurden. Fischbeck sagte am Dienstag, die NASA habe sich viele Ratschläge zu Herzen genommen und Verbesserungen an der Isolierung vorgenommen.

Nach dem Absturz der Raumfähre "Columbia" konzentrieren sich die Ermittler auf die These, dass während des Starts am 16. Januar ein Teil der Isolierung gegen die linke Tragfläche schlug und dort Hitzekacheln beschädigte. Fischbeck sagte, während der ersten fünfzig Shuttle-Flüge von 1981 bis 1992 hätten sich zwischen drei und 150 Hitzekacheln gelöst. Es sei jedoch nicht klar, ob abgebrochene Teile der Isolierung für den Absturz der "Columbia" verantwortlich seien. (APA/AP/dpa/Reuters)

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