Deutscher Verband zeigt Interesse an Pepi Strobl

5. Februar 2003, 11:37
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"So einen würde ich in jedem Fall nehmen" - Als Führungsfigur gemeinsam mit Florian Eckert denkbar

St. Moritz - DSV-Cheftrainer Martin Oßwald zeigt Interesse an einem Wechsel des Tirolers Josef Strobl zum Deutschen Skiverband (DSV). "Das kann ich mir vorstellen. So einen würde ich in jedem Fall nehmen", sagte der Coach. Strobl war trotz zweier Podestplätze im Weltcup nicht für die alpinen Weltmeisterschaften in St. Moritz nominiert worden und will deshalb in Zukunft für ein anderes Land starten. Einen Wechsel zum DSV kann sich der WM-Siebente im Super G von St. Anton 2001 grundsätzlich vorstellen.

Kein Abwerben

Ein gezieltes Abwerben wird es laut Oßwald allerdings nicht geben. "Die Regularien müssen stimmen. Die Österreicher müssen ihn freigeben und er muss einen deutschen Pass bekommen. Sonst würde es böses Blut geben", sagte der Trainer.

"Er lebt für den Sport"

Strobl könnte ab der kommenden Saison mit dem noch verletzten Florian Eckert als Führungsfigur im gebeutelten deutschen Herren-Team fungieren. "Er lebt für den Sport. Er wäre ein Maßstab für die Jungs", sagte Oßwald. Da der 28-Jährige - mit Ausnahme der ÖSV-internen Abfahrtsqualifikation in Nagano 1998 - noch nie für Österreich an Olympischen Winterspielen teilgenommen hat, könnte er für den DSV auch in Turin 2006 antreten.

Nicht der erste Austritt

Strobl wäre nicht der erste Athlet, der das rot-weiß-rote Ski-Team verlässt. 1993 kam der Vorarlberger Slalomfahrer Markus Eberle, der einen deutschen Vater hat, zum DSV. Zuvor hatte bereits die Tirolerin Kathrin Gutensohn nach ihrer Hochzeit mit einem Deutschen die Nationalität gewechselt.

Kaum Konkurrenz

Während die Österreicher ein Überangebot an Weltklassefahrern in den schnellen Disziplinen haben, schöpft der DSV mit Max Rauffer und Stefan Stankalla auch bei der Abfahrt am Samstag sein Kontingent nur zur Hälfte aus. In der kommenden Saison will Oßwald ein junges Abfahrtsteam langsam an den Weltcup heranführen.(APA/dpa)

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    In Deutschland hätte Pepi Strobl keine Konkurrenz.

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