Schlank, jung, enthaart

22. Februar 2008, 07:00
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Rollenkonforme Schönheit, Solidarität und Literatur bei den Vagina-Monologen sowie Spaß in der k-bine in der Wochenplanerin

foto: anna schachinger
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Die Zofen

"Sobald die gnädige Frau das Haus verlässt, beginnen die beiden Zofen ihr Spiel. Herrin und Zofe. Ein lebensrettendes Ritual. Ein tödliches Spiel. Endlich die Möglichkeit, alles laut raus zu schreien, was sie den ganzen Tag über in sich hineinfressen müssen. Die Möglichkeit aller Verbitterung Luft zu machen. Die Möglichkeit Freiheit zu träumen. Freiheit, Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit. Aber dorthin führt nur ein Weg: Die Ermordung der gnädigen Frau. Alles ist ein Spiel. Alles ist Wirklichkeit. Alles gut eingeübt. Aber die Wirklichkeit kommt anders. Alles umsonst. Alles wieder Spiel. Die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit verwischen. Aus Spiel wird Ernst. Ernst wird gespielt. Alles real. Alles surreal."

"Die Zofen" von Jean Genet mit Stephanie Ira, Sophie Menasse und Enna Zagorac wird vom 25. - 28. Februar jeweils um 20 Uhr in der Drachengasse Bar&Co aufgeführt.

Link: Theater Drachengasse, Fleischmarkt 22, 1010 Wien
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