Blix: Irak muss vertrauliche Befragung von Wissenschaftlern erlauben

5. Februar 2003, 09:35
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Chef der UN-Waffeninspektoren fordert Bagdad auf, U2-Aufklärungsflüge zuzulassen

Dubai - UNO-Chefinspektor Hans Blix hat den Irak erneut aufgefordert, die vertrauliche Befragung von Wissenschaftlern zu ermöglichen. Auch Militärs sollten befragt werden dürfen, sagte Blix der arabischen Tageszeitung "Al Hayat" (Mittwoch-Ausgabe). Außerdem müsse Bagdad den Überflug von U2-Aufklärungsflugzeugen genehmigen und ein Gesetz verabschieden, das es jedem Iraker verbietet, mit Massenvernichtungswaffen zu arbeiten. Eine direkte Befragung des irakischen Staatschefs Saddam Hussein schloss Blix aus. Es gehe um "andere hochrangige Militärs", beantwortete er eine entsprechende Frage.

Seit der Wiederaufnahme der UNO-Waffenkontrollen am 27. November des Vorjahres bemühen sich die Inspektoren vergeblich um vertrauliche Befragungen irakischer Wissenschafter, wozu sie durch die UNO-Sicherheitsrats-Resolution 1441 ermächtigt sind. Am Sonntag hatte der irakische Vizepremier Tarek Aziz Überflugsrechte für U2-Maschinen nur für den Fall in Aussicht gestellt, dass britische und US-Kampfflugzeuge ihre Patrouillenflüge in den so genannten Flugverbotszonen einstellen. Am kommenden Samstag reisen Blix und der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed el Baradei, erneut nach Bagdad.(APA)

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    Hans Blix

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