Ted Turner: Nicht genug Geld für CNN-Rückkauf

5. Februar 2003, 09:32
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Gründer des US-Nachrichtensenders hatte vor wenigen Tagen seinen Rücktritt als Vizechef von AOL Time Warner angekündigt

New York - Der amerikanische Medienunternehmer Ted Turner hat nach eigenen Worten nicht genug Geld, um den von ihm gegründeten Nachrichtensender CNN vom Konzern AOL Time Warner zurückzukaufen. Allein während der vergangenen Woche habe er "ein paar hundert Millionen" Dollar verloren, sagte Turner in einem am Dienstag im Voraus veröffentlichten Interview mit dem Sender CBS.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass milliardenschwere Abschreibungen dem Mediengiganten AOL Time Warner im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 98,7 Milliarden Dollar (91,85 Milliarden Euro) beschert hatten. Turner hatte daraufhin seinen Rücktritt als Vizepräsident von AOL Time Warner angekündigt.

Der CNN-Gründer soll Berichten zufolge seit längerem mit seiner seit der Fusion von AOL und Time Warner reduzierten Rolle unzufrieden gewesen sein. Die Ankündigung Turners erfolgte nur knapp drei Wochen nachdem der Architekt der Megafusion, Steve Case, seinen Rücktritt als Verwaltungsratsvorsitzender für Mai mitgeteilt hatte.(APA/AP)

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