BBC: Geheimdienst sieht keine Verbindung zwischen Bagdad und Al Kaida

5. Februar 2003, 09:36
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Anfängliche Kontakte seien an gegenseitigem Misstrauen und unvereinbaren Ideologien gescheitert

London/Washington/Paris/Barcelona - Vor der Sitzung des UNO-Sicherheitsrates, auf der US-Außenminister Colin Powell heute, Mittwoch, unter anderem auch angebliche Kontakte zwischen dem Irak und der Terrororganisation Al Kaida aufdecken will, hat der britische Sender BBC berichtet, dass es solche Verbindungen laut einem britischen Geheimdienstpapier nicht gebe. Anfängliche Kontakte zwischen dem Netzwerk von Osama bin Laden und dem Regime in Bagdad seien an gegenseitigem Misstrauen und unvereinbaren Ideologien gescheitert, hieß es in dem BBC-Bericht unter Berufung auf das Geheimdienstdokument; BBC habe das Papier einsehen können.

Das Dokument, aus dem BBC zitierte, sei von einem Stab des militärischen Nachrichtendienstes vor drei Wochen verfasst worden. Der Bericht sei als "Top Secret" eingestuft und dem britischen Premierminister Tony Blair unterbreitet worden. Darin heiße es, die Positionen der im Irak herrschenden säkularen Baath-Partei von Staatschef Saddam Hussein stünden im Gegensatz zu den religiösen Ansichten des Al-Kaida-Führers Bin Laden. US-Außenminister Powell will in seinem Bericht vor dem Weltsicherheitsrat auch Details über Reisen von Al-Kaida-Mitgliedern in den Irak bekannt geben. Dabei wolle er aber nicht unterstellen, dass es eine formelle "Allianz" zwischen Bagdad und Al Kaida gegeben habe, sagten US-Regierungsbeamte dem Nachrichtensender CNN. Powell werde jedoch "Beweise" für Kontakte zwischen Al Kaida und dem Irak vorlegen.(APA/dpa/AP)

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