Görg: "Schwarz-rot ist tot"

4. Februar 2003, 22:27
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Ewald Stadler "Schüssel soll weitermachen" - Prinzhorn: "Hafte nicht mit meinem Privatvermögen für Parteischulden"

Wien - "Schwarz-rot ist tot für mich", erklärte der Wiener VP-Politiker Bernhard Görg Dienstag Abend im ORF-TV-Magazin "Report". Mit den Grünen wiederum sieht er das Problem, dass es dort ein "Knittelfeld" geben könnte. Und die FPÖ sei derzeit in einer Situation, dass sie alles tun würde, um in die Regierung zu kommen, sie würde sogar "die österreichischen Seen nach Kuba verkaufen". Es ist also weiter alles offen - oder noch "zu verfrüht, dass eine Weichenstellung bevorsteht", wie es der Politikwissenschafter Fritz Plasser im "Report"-Interview formulierte. Auch aus seiner Sicht hat von all den Varianten die schwarz-rote Koalition aber "die geringste Realisierungswahrscheinlichkeit".

Kritisches kam einmal mehr vom niederösterreichischen FP-Politiker Ewald Stadler: Kanzler und ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel solle endlich weitermachen, denn "so wie er da herumzögert und herumlaviert, versteht das ja niemand in Österreich". Keinen Kommentar wollte Stadler zur Zustimmung der Freiheitlichen zum gesetzlichen Budgetprovisorium abgeben. Dass an diese Zustimmung eine Absprache zwischen Volkspartei und Freiheitlichen geknüpft sei, verneinte FPÖ-Chef Herbert Haupt einmal mehr. Es gebe "keine Nebenabsprachen", so der Noch-Sozialminister.

Haupts Vize, Thomas Prinzhorn, meinte, es sei ohne weiteres auch ein Szenario möglich, wo der Oppositionsweg "der klügere" sei - und zwar dann, wenn sich abzeichne, dass weder Inhalte noch Personen stimmen würden. Mit Humor aus der Affäre zog sich Prinzhorn bei der Frage, ob er mit seinem Vermögen für die Parteischulden hafte: "Machen wir doch keine Witze." (APA)

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    Görg: "FPÖ würde sogar die österreichischen Seen nach Kuba verkaufen"

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