ZDF kalkuliert mit 200 Millionen Defizit

4. Februar 2003, 20:11
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Wegen Werbeflaute soll sich geplanter Abgang verdoppeln - Offenbar Gebührenerhöhung ab 2005 geplant

Das deutsche ZDF rechnet nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" wegen der sinkenden Werbeeinnahmen bis Ende 2004 mit einem Defizit von rund 200 Mio. Euro. Zu dem in der vierjährigen Finanzplanung bisher kalkulierten Defizit von 100 Mio. Euro komme noch einmal die gleiche Summe hinzu, weil die Werbeerlöse drastisch zurückgegangen seien, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag vorab.

Gebührenerhöhung angedeutet

In einem "Bericht über die wirtschaftliche Lage" des Senders an die Regierungen und Parlamente der Bundesländer deute ZDF-Indendant Markus Schächter die Notwendigkeit einer Gebührenerhöhung ab 2005 an.

Bis dahin sind die Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender festgeschrieben. Beim ZDF war am Dienstagabend niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Harter Sparkurs

"Wir können den Rückgang der Werbeerlöse mit unserer Begrenzung auf 20 Minuten Werbung pro Tag nicht kurzfristig auffangen", sagte Schächter der Zeitung. Das ZDF will mit einer Senkung der Programmkosten jährlich 50 Mio. Euro einsparen. Der harte Sparkurs zu Lasten des Programms sei aber auf Dauer nicht durchzuhalten. (APA/Reuters)

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    ZDF-Intendant Markus Schächter

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