"Fehlgepolte" Grazer

4. Februar 2003, 19:29
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Aufsehen um Nagl-Sager (VP): "Reine Missinterpretation"

Das Grazer Wahrzeichen, der Uhrturm, hat seit kurzem ein schwarzes Ebenbild: den Uhrturmschatten. Diese Kunstinstallation soll zum kritischen Blick auf die Stadt der NS-Volkserhebung animieren. Michael Frank, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, erinnerte den "Womöglich-bald-Bürgermeister" Siegfried Nagl (VP) an dieses Graz der Volkserhebung, worauf ihm dieser, wie die SZ kolportierte, zur Anwort gab: Man könne das auch positiv sehen, die Grazer seien eben "begeisterungsfähig", damals halt "völlig fehlgepolt". SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper ist entsetzt: "Ein Wahnsinn, in diesem Zusammenhang wertfrei von Begeisterungsfähigkeit zu sprechen." Nagl bedauert, er sei missinterpretiert worden. Er habe nur gemeint, Grazer seien - wie jetzt für die Kultur - begeisterungsfähig. Damals "leider in eine völlig falsche Richtung". (mue, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 5.2.2003)

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