Topmanager spüren Vertrauensverlust

4. Februar 2003, 19:21
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Studie: "Corporate Governance" wird vielfach neu gestaltet

Zürich - Die Mehrheit der Spitzenmanager registriert nach einer weltweiten Studie einen Vertrauensverlust der Öffentlichkeit gegenüber Managern, Verwaltungsräten, Wirtschaftsprüfern und Finanzanalysten. Viele Unternehmen hätten deshalb die "Corporate Governance" neu gestaltet, teilte die Beratungs-und Revisionsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers mit.

Risikomanagement verbessert

Als Reaktion auf die Vertrauenskrise verbesserten 63 Prozent der befragten Unternehmen das Risikomanagement, wie aus der Studie "Global CEO Survey 2003" hervorgeht. 43 Prozent stärkten demnach die internen Prozesse zur Risikobegrenzung. Lediglich ein Viertel der Unternehmen trennte jedoch die Funktionen von Aufsichtsratsvorsitzendem und Konzernchef (CEO).

Die Hälfte der befragten Manager ist der Studie zufolge der Ansicht, dass Regierungen den Anforderungen der Unternehmungen eher realitätsfremd gegenüber stehen. 46 Prozent der Befragten fanden, die Regierungen gingen im Vergleich zu früher weniger auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ein; 32 Prozent verneinten diese Aussage. Im Vorjahr stimmten nur 35 Prozent dieser Aussage zu und 45 Prozent verneinten sie.

Befragt wurden weltweit 992 Wirtschaftsführer. 409 stammten aus Europa, 124 aus Nordamerika, 129 aus Mittel-und Südamerika, 283 aus dem asiatisch-pazifischen Raum und 47 aus Afrika. (AP, DER STANDARD, Printausgabe 5.2.2003)

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