EMC stellt neue Speicher-Architektur vor

4. Februar 2003, 19:16
1 Posting

Aus vielen "Schuhschachteln" werden Riesenspeicher gebaut

Berlin - Der weltweit führende Hersteller von Speichersystemen, EMC, hat eine neue Architektur vorgestellt, die es erstmals erlaubt, Speichersysteme mit etwa schuhschachtelgroßen Modulen - also schrittweise - zu erweitern. Die Technologie heißt DMX (Direct Matrix Architecture) und kommt bei "Symmetrix", der Highend-Linie von EMC, zum Einsatz. Bisher kamen in schrankgroßen Speichersystemen "Switches" und "Busses" - Komponenten, die innerhalb von Rechnern für die Datenübertragung zuständig sind - zum Einsatz. Der Nachteil einer Bus/Switch-Architektur: Bei hohem Datendurchsatz verlangsamte sich die Rechnerleistung. Bei DMX sind hingegen alle Teile des Sypeichersystemmoduls miteinander "von Punkt zu Punkt" verbunden; jede Einzelverbindung hat eine Bandbreite von 500 MB pro Sekunde, was bei 128 Verbindungen pro Storage-System eine Bandbreite von 64 GB pro Sekunde ergibt.

"Grundlage für die nächste Dekade"

EMC-Vizepräsident Mark Lewis bezeichnet die Technologie als Grundlage für EMC-Speicher der nächsten Dekade, mit der die Noch-immer-Nummer-eins in den meisten Segmenten des Speichermarktes die immer schärfere Konkurrenz von HP und IBM/Hitachi kontern werde. DMX sei das bisher größte Forschungsprojekt von EMC. Diese Reihe wird in verschiedenen Größen angeboten, von zwei Terabyte Speicherkapazität (entspricht 3000 Musik-CDs) um 400.000 US-Dollar (369.000 Euro) bis zu 17 Terabyte im maximalen Ausbau.

Bei EMC glaubt man, mit der Entwicklung dem sehr schwachen Geschäft mit Speichersystemen Paroli bieten zu können. Im Vorjahr stagnierte der weltweite Storage-Markt; EMC hatte unter schwacher Nachfrage und großer Konkurrenz gelitten und erst zu Jahresende wieder einen schmalen Gewinn gemacht. Heuer soll DMX zu einem besseren Ergebnis führen. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Printausgabe 5.2.2003)

Link

EMC

Share if you care.