Fragen über Fragen

5. Februar 2003, 21:18
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5.2.2003 - Erst kürzlich erreichte uns die Information, dass Menschen, die für "Millionenshow" Fragen erfinden, pro Frage acht Euro erhalten ...

Erst kürzlich erreichte uns aus für gewöhnlich seriöser Quelle die Information, dass Menschen, die für die für die "Millionenshow" Fragen erfinden, pro Frage acht Euro erhalten. Diese Menschen arbeiten offenbar schlampig, was kürzlich bei Günter Jauch wieder fatale Folgen hatte: "Jedes Rechteck ist ein . . . a) Rhombus, b) Quadrat, c) Trapez, d) Parallelogramm?" - an dieser Herausforderung scheiterte eine Kandidatin, und prompt brüllt nun die Fangemeinde "Schweinerei!".

Ein Rechteck ist nämlich sowohl Trapez als auch Parallelogramm. Und nicht nur auf etat.at werden derzeit weitere angebliche Nachlässigkeiten der Show aufgelistet (siehe dazu: Panne bei "Wer wird Millionär").

So postet etwa ein Leser: "Vor einigen Wochen schaffte es ein Kandidat mit der ansteigenden Zählreihenfolge im Tennis mit ,15:0, 30:15, Einstand, Vorteil' (oder so ähnlich) in die Mitte, obwohl vor dem ersten Vorteil der Zählstand im Tennis ,40:40' (und nicht Ein-stand!!!) ist. Einstand kommt erst nach Abwehr des ersten Vorteils! Somit kommt Vorteil (zumindest der ERSTE Vorteil) vor Einstand, und nicht umgekehrt . . ." Oder: "Bei einer Frage nach Musikinstrumenten war die richtige Antwort ,Maultrommel'. Es gibt aber die ebenfalls zur Auswahl stehende Nasenflöte auch. Demnach: Regelverstoß! Buh!"

Oder? Andrerseits: "Ein Rechteck ist eine Sonderform des Parallelogramms, ebenso die Sonderform eines Trapezes. Im Gegensatz ist ein Quadrat die Sonderform eines Rechtecks, also jedes Quadrat ist ein Rechteck." Hilfe! Kopfweh! Ohrensausen! Und jetzt bitte die acht Euro zurück! (cp/DER STANDARD; Printausgabe, 5.2.2003)

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