NASA auf der Suche nach Hitzekacheln

5. Februar 2003, 13:17
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Raumfahrtbehörde hofft auf Erkenntnisse durch "wichtige Wrackteile" - Suchgebiet ausgeweitet

Houston - Nach dem Fund wichtiger Wrackteile hofft die NASA auf eine schnellere Klärung des Absturzes der Raumfähre "Columbia". "Es handelt sich um Teile vom Flügel, die für die Ermittlungen sehr wichtig sind", sagte NASA-Sprecher Michael Kostelnik laut CNN am Dienstag in Houston. Zudem seien Rumpf- und Fahrwerksreste entdeckt worden. Am linken Fahrwerk hatten Sensoren unmittelbar vor dem Zerbersten der "Columbia" am Samstag einen raschen Anstieg der Temperaturen registriert.

Die NASA hat das Suchgebiet, das nach Trümmern des Orbiters durchforstet wird, deutlich ausgedehnt. Jetzt werde auch in den Staaten Kalifornien und Arizona gesucht. Die NASA hofft, in den vor der Katastrophe überflogenen Staaten abgerissene Hitzeschutzkacheln zu finden.

Trümmern in drei West-Staaten

Trümmerteile der verunglückten Raumfähre "Columbia" sollen nämlich auch in den westlichen Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico und Arizona gefunden worden sein. Das teilte Michael Kostelnik von der US-Raumfahrtbehörde in Washington mit.

Die NASA habe ein Team in Marsch gesetzt, um den Informationen nachzugehen. Über diese Staaten führte der Landeanflug des Space Shuttle in Richtung in Cape Canaveral (Florida), der über Texas ein katastrophales Ende nahm. Sollten sich die Funde bewahrheiten, gäben sie möglicherweise entscheidende Hinweise auf Ursachen und Ablauf des Unglücks.

Laut Kostelnik könnte es sich um Kacheln aus dem Hitzeschild der Raumfähre oder Tragflächenteile handeln. In den Bundesstaaten Texas und Louisiana wurden weitere bedeutende Wrackteile gefunden, die mutmaßlich von Rumpf, Fahrwerk, Elektronik und Triebwerken stammen.

"Trümmergürtel"

In dem gut 16 Kilometer breiten und fast 170 Kilometer langen "Trümmergürtel" zwischen Texas und Louisiana haben die Suchmannschaften bisher mehrere tausend Wrackteile gefunden. Am Dienstag war ein großes Stück des Triebwerks der "Columbia" entdeckt worden. Einen Tag zuvor war in der Nähe die Nase der Fähre gefunden worden. (APA/dpa)

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    Freiwillige Zivilisten und Sicherheitsbeamte kartieren gemeinsam das Gebiet, in dem die Columbia abstürzte.

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