Putin und Bush für enge Abstimmung zum Irak-Konflikt

4. Februar 2003, 18:03
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US-Präsident rief den Kreml-Chef an - Skepsis in Moskau

Moskau - Kurz vor der Rede von US-Außenminister Colin Powell vor dem Weltsicherheitsrat haben sich die Präsidenten der USA und Russlands telefonisch in der Irak-Politik abgestimmt. Die Staatsoberhäupter George W. Bush und Wladimir Putin sprachen sich "für fortgesetzte enge Kontakte gemeinsam mit anderen Staaten im Rahmen der UN zum Irak-Problem aus", teilte der Kreml am Dienstag mit.

Außerdem sei es um bilaterale Fragen gegangen, meldete die russische Agentur Interfax. Bush habe seinen Kollegen Putin angerufen. Am Vortag hatte der russische Präsident bei einem Treffen mit Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi gesagt, die Verantwortung, einen Krieg zu vermeiden, liege vor allem beim Irak.

Die russische Regierung hat sich unterdessen skeptisch über einen Militäreinsatz gegen den Irak geäußert. "Wir gehen weiter davon aus, dass es keine Basis für einen Militäreinsatz gegen Bagdad gibt", zitierte die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Dienstag den Sprecher des Außenministeriums, Alexander Yakovenko. Die bisherigen Berichte der UNO-Waffeninspektoren hätten nicht auf eine Verletzung der UNO-Resolution durch den Irak hingewiesen. Bagdad gewährleiste den sofortigen Zugang zu seinen Anlagen. (APA/dpa)

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