Erneut Gefechte zwischen Armee und Rebellen in Afghanistan

4. Februar 2003, 17:52
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Erstes Bombardement der dänischen Luftwaffe - Überfall auf UNICEF-Büro in Kabul

Kandahar/Kopenhagen - Kämpfer der radikal-islamischen Taliban-Miliz und der Terrororganisation El Kaida haben sich im Südosten Afghanistans erneut Kämpfe mit der einheimischen Armee geliefert. Etwa 350 Soldaten seien in der Gegend rund 120 Kilometer südöstlich von Kandahar auf der Suche nach weiteren mutmaßlichen Extremisten, teilte ein Armeesprecher am Dienstag mit.

Dänische Kampfflugzeuge griffen erstmals im Rahmen der US-geführten Operation "Enduring Freedom" mit Bombardements in die Kämpfe ein, wie der dänische Verteidigungsminister Svend Aage im Parlament in Kopenhagen mitteilte. Zwei F-16-Bomber seien von der US-Armee aufgefordert worden, Höhlenkomplexe in der Region anzugreifen, sagte ein dänischer Luftwaffensprecher hinzu.

Vor einer Woche war es südlich von Kandahar zu den schwersten Kämpfen mit Taliban- und El-Kaida-Kämpfern seit mehr als zehn Monaten gekommen. Dabei wurden mindestens 18 der Extremisten getötet. Die US-Luftwaffe setzte schwere Bomber und schwerbewaffnete tieffliegende Kampfflugzeuge ein. Der UN-Sondergesandte für Afghanistan, Lakhdar Brahimi, warnte vor wenigen Tagen vor einem Wiedererstarken der Ende 2001 gestürzten Taliban-Miliz.

Bewaffnete überfielen unterdessen die Vertretung des Kinderhilfswerks UNICEF in der Hauptstadt Kabul. Bei dem Überfall am Montagabend hätten die Unbekannten mehrere Mitarbeiter mit Waffen bedroht und Geld geraubt, teilte ein UN-Sprecher mit. Niemand sei jedoch dabei verletzt worden. (APA)

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