Deutsche Unterhaltungselektronik-Branche sieht leichtes Umsatzplus

4. Februar 2003, 14:31
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Für 2003 trotz Konsumflaute Anstieg auf 19,4 Mrd. Euro erwartet - DVD, Handys und Notebooks beleben Geschäft

Die deutsche Unterhaltungselektronik-Branche ist trotz allgemeiner Konsumflaute optimistisch und erwartet in diesem Jahr ein leichtes Umsatzplus auf 19,4 Mrd. Euro. Neben DVD-Angeboten würden Flachbildschirme, Handys und Notebooks das Geschäft beleben, sagte Hans-Joachim Kamp vom Fachverband Consumer Elektronics im ZVEI am Dienstag in Berlin. "Ein Trend, der sich auch europa- und weltweit abzeichnet." 2002 sei der Branchenumsatz mit 19,1 Milliarden etwa auf dem Niveau des Vorjahres gehalten worden. Das Jahr sei "besser als erwartet" gewesen.

Nachfragebelebung durch IFA

Von der Internationalen Funkausstellung (IFA) - 29. August bis 3. September - in Berlin wird eine Nachfragebelebung erwartet. "Die IFA spielt nicht nur als Publikumsmagnet, sondern auch als Ordermesse eine herausragende Rolle", sagte Kamp. In den kommenden Monaten sei wegen fehlender großer Sportereignisse, die gewöhnlich den Absatz belebten, noch nicht mit nennenswerten Impulsen zu rechnen.

In diesem Jahr wird für die klassische Unterhaltungselektronik inklusive Videospiele von einem Umsatz in Höhe von 9,4 Mrd. Euro ausgegangen. Das Thema Heim-Kino gewinne an Bedeutung. Für den HiFi-Bereich sieht die Branche einen Rückgang von sechs Prozent und für tragbare Geräte von zehn Prozent. Bei der privat genutzten Telekommunikation geht Kamp von einem Umsatzplus von 4 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro aus. Bei privat genutzter Informationstechnologie sei ein Plus von 2 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro realistisch.

Impulse durch digitale Technik

Nach Angaben des Vorsitzenden der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Rainer Hecker, werde digitale Technik erhebliche Impulse bringen. Dabei sei einfache Bedienbarkeit ein Schlagwort.

Zur IFA, dem alle zwei Jahre stattfindenden weltgrößten Branchentreff, erwartet die Messe Berlin über 900 Aussteller aus rund 40 Ländern. Es gebe ein größeres ausländisches Interesse als in den Vorjahren. Vor allem Anbieter aus China und Südkorea wollten die IFA als Plattform für ihre Produkte nutzen.(APA/dpa)

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