Deutsche Bahn landet "Marketingflop 2002"

4. Februar 2003, 13:28
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Bahnchef Mehdorn trat mit seiner Aussage, Bahnfahrten von länger als vier Stunden seien eine Tortur, kräftig ins Fettnäppchen

Stuttgart - Die Deutsche Bahn hat einer unbedachten Äußerung ihres Vorstandschefs Harmut Mehdorn den "Marketingflop 2002" zu verdanken. 7.500 Marketing-Experten und andere Wirtschaftsvertreter verliehen dem Unternehmen bei einer Internet- Befragung der Universität Stuttgart-Hohenheim die zweifelhafte Auszeichnung. Mit der Aussage, Bahnfahrten von länger als vier Stunden seien eine Tortur, habe Mehdorn gegen einfachste Marketing Regeln verstoßen, hieß es in einer Mitteilung der Universität vom Dienstag. Zehn vorab ausgesuchte Kandidaten standen zur Auswahl.

Rabatt falsch berechnet

Die Bahn räumte auch den zweiten Platz ab: In Werbeanzeigen, mit denen im Dezember für das neue Preissystem geworben wurde, hatte sich das Unternehmen in einer Beispielrechnung verkalkuliert. Obwohl das neue Preissystem als "logisch und transparent" angepriesen wurde, war in der Anzeige der Rabatt falsch berechnet worden.

Einzelhandel auf Rang drei

Der Einzelhandel landete auf Platz drei. Die Teilnehmer kritisierten, dass viele "schwarze Schafe" die Einführung des Eurobargeldes verdeckt oder offen zu Preiserhöhungen missbraucht hätten. Dies habe Anfang des vergangenen Jahres zu erheblicher Verunsicherung der Kunden und infolgedessen zu Konsumzurückhaltung sowie schlechten Geschäften des gesamten Einzelhandels geführt. (APA/dpa)

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    Scheint in Marketing-Belangen keine glückliche Hand zu haben. Der Chef der Deutschen Bahn, Harmut Mehdorn.

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