Mieses Preisgefühl, geringe Sympathie

4. Februar 2003, 15:56
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Schwierige Umrechnung, Euro als "Teuro": Die Mehrheit der Österreicher hat mit dem Euro noch immer massive Probleme

Linz - Das Abschätzen in Euro, was teuer, preisgünstig oder echtes Schnäppchen ist, bereitet der Mehrheit der Österreicher nach wie vor beträchtliche Probleme. Das fand das Linzer Meinungsforschungsinstitut "Spectra" in einer im Jänner bei 1.000 Österreichern durchgeführten und am Dienstag veröffentlichten Telefonumfrage heraus. Außerdem stagnieren demnach die Sympathiewerte für das vor mehr als einem Jahr eingeführte neue Bargeld.

Nur jeder Fünfte gab bei der Umfrage an, sein Gefühl für Preise in Euro sei gleich gut wie mit dem Schilling, 79 Prozent hatten dagegen noch Probleme. Das ist zwar eine Verbesserung um jeweils fünf Prozentpunkte gegenüber August des Vorjahres, aber nicht viel besser als zur Einführung der neuen Währung.

Dieses Preisgefühl, das nicht und nicht besser werden will, dürfte auch dafür verantwortlich sein, dass der Euro das negative Image "Teuro" nicht los wird. Bei der jüngsten Umfrage waren 88 Prozent der Ansicht, dass durch den Euro die Waren eher teurer geworden sind - was einen neuen Höchstwert darstellt und allen offiziellen Statistiken über die Entwicklung der Lebenshaltungskosten widerspricht.

Das alles wirkt sich auf die Gefühle der Österreicher für den Euro aus: Für eine relative Mehrheit von 50 Prozent ist die europäische Währung "noch nicht so sympathisch wie der Schilling", 41 Prozent finden sie "genauso sympathisch", sieben Prozent "sympathischer". Das bedeutet eine weitgehende Stagnation der Sympathiewerte. (APA)

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    montage: derstandard.at
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