Beziehungen von Kambodscha und Thailand normalisieren sich

4. Februar 2003, 12:01
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Bangkok "zufrieden mit Entschuldigung" Kambodschas

Bangkok - Eine Woche nach schweren anti-thailändischen Krawallen in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh normalisieren sich die Beziehungen der Nachbarländer zunehmend wieder. Bei einem Besuch in Bangkok erneuerte der kambodschanische Außenminister Hor Nam Hong am Dienstag das Bedauern seines Landes über die Ausschreitungen. Der thailändische Regierungschef Thaksin Shinawatra zeigte sich vor Journalisten "zufrieden mit der Entschuldigung". Phnom Penh habe sich auch bereit erklärt, für Schäden der Krawalle aufzukommen. Sie werden auf umgerechnet 44 Millionen Euro beziffert.

Anlass der Ausschreitungen von hunderten Kambodschanern am 29. Jänner war die angebliche Bemerkung einer thailändischen Schauspielerin, Kambodscha habe die weltberühmten Tempel von Angkor Wat ihrem Land "gestohlen". Dabei war die thailändische Botschaft in Brand gesteckt worden. Auch einige Hotels und Geschäfte thailändischer Unternehmer gingen in Flammen auf. Thailand hatte direkt nach den Krawallen alle diplomatischen Beziehungen eingefroren, die Grenze geschlossen und hunderte seiner Bürger mit Militärmaschinen aus Kambodscha ausfliegen lassen. Zudem hatte Bangkok seine Grenztruppen deutlich verstärkt. (APA/dpa)

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