Frauenförderung an Unis durch Kinderbetreuung

4. Februar 2003, 11:55
3 Postings

Nach dem "Kinderbüro" soll es auch ein "Kinderzimmer" und eine "Kinderuni" geben - 100.000 Euro stehen für Ausweitung zur Verfügung

Wien - "Frauen an den Universitäten sind auf dem Vormarsch. Bei den Studierenden und erstmals im Studienjahr 2000/01 auch bei den AbsolventInnen haben Frauen die Mehrheit. Je höher die Karrierestufe an der Universität, desto geringer ist allerdings der Frauenanteil. Der Frauenförderung kommt daher im Universitätsbereich ein besonderer Stellenwert zu", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer am Dienstag.

Kinderbüro

"Wesentliche Voraussetzung, um Frauen den Zugang zu Spitzenpositionen zu ermöglichen, ist eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wissenschaftliche Karrieren für Frauen fördern heißt daher auch, Maßnahmen zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung setzen. Das Kinderbüro der Universität Wien bietet seit eineinhalb Jahren bedarfsorientierte Lösungen für alle Probleme rund um das Thema Kinderbetreuung und erfreut sich damit größter Beliebtheit sowohl bei Studierenden als auch beim Universitätspersonal. Mit finanzieller Unterstützung durch das Bildungsministerium und die Universität Wien kann die erfolgreiche Arbeit des Kinderbüros nun auf weitere sechs Universitäten ausgeweitet werden."

Kinderzimmer und Kinderuni

Im Zuge der Expansion werden sechs Wiener Universitäten (TU Wien, BOKU, VETMED, Akademie der bildenden Künste, Universität für Musik und darstellende Kunst und die Universität für angewandte Kunst) in die Beratungs-, Informations- und Vermittlungsarbeit in Fragen der Kinderbetreuung eingebunden. Zusätzlich werden innovative Projekte in Angriff genommen. Neben dem "Kinderzimmer", einer Kinderbetreuung mit flexiblem Charakter, wird von 14. bis 18. Juli 2003 eine "Kinderuniversität" für Volksschulkinder abgehalten. Mit dem Projekt "Elternbilder" wird gezielte PR-Arbeit zum Thema Elternschaft und Wissenschaft betrieben.

NutznießerInnen

Als soziale Serviceeinrichtung der Universität Wien steht das Kinderbüro sowohl Studierenden als auch wissenschaftlichen sowie nichtwissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Universität in Fragen der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Elternschaft als Ansprechpartner zur Seite. Neben Wien konnten inzwischen an den Universitäten Graz, Salzburg und Linz solche Kinderbetreuungsanlaufstellen eröffnet werden. Finanziert wurden alle diese Einrichtungen durch Mittel des Bildungsministeriums in Finanzkooperation mit dem Europäischen Sozialfonds sowie durch die jeweilige Universität. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
    100.000 Euro stehen zur Ausweitung der universitären Kinderbetreuung bereit.
Share if you care.