Parkgebühren via SMS bezahlen - Sorgfalt ist wichtig

4. Februar 2003, 13:11
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Bei technischen Probleme funktioniert immer noch der Parkschein

Seit Jahresbeginn testen in Wien rund 1.000 Autolenker das m-parking, die Bezahlung des Parkscheins via SMS. "Es funktioniert", erklärten Tester und die ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka. Kleine Änderungswünsche, Anpassungen und Tipps hatten aber alle parat.

Genau nach Bedienungsanleitung

Zunächst sollte im eigenen Interesse genau nach der Bedienungsanleitung vorgegangen werden, riet Zelenka. Meistens langt die Bestätigung über eine gebuchte Parkzeit blitzschnell am Handy ein. Gelegentlich soll es aber auch Verzögerungen bis zu einer Viertelstunde gegeben haben. Solang die Bestätigung nicht da ist, gilt die Parkgebühr als nicht bezahlt, warnte die ÖAMTC-Juristin. Die Lenker müssen also beim Auto warten.

Abbuchung nachweisbar

Flattern ein Organmandat oder eine Anzeige wegen Nichtbezahlens der Parkgebühr ins Haus, ist es wichtig, die korrekte Abbuchung nachweisen zu können. Zelenka riet, die Quittungsnummern der Buchungen zu notieren. Die Daten werden aber auch bei den Handybetreibern gespeichert.

Ganz ohne Arbeit geht es auch mit SMS statt Kreuzerln nicht. Bei einzelnen Telefonen sind Eingabe der Zeit und Versenden der Nachricht sehr kompliziert. Zusätzlich muss außerdem die SMS-Gebühr bezahlt werden. Zelenka: "Das ist der Preis der Bequemlichkeit." Schließlich entfällt die Suche nach Trafiken oder Banken, um Scheine zu kaufen, vor Ablauf der Parkzeit kommt ein "Erinnerungs-SMS".

Zwei Autos, ein Handy

Wer abwechseln mit dem Dienst- und dem Privatwagen fährt, kann theoretisch mit einem einzigen Handy die Parkgebühr entrichten, so Zelenka. Allerdings muss jedes Mal das Kennzeichen mitgeschickt werden. Wer mehrere Mobiltelefone benützt, muss sich mit jedem Gerät registrieren lassen.

Mehrfachverwendung

Ein eigenes Kapitel ist die Mehrfachverwendung eines Parkscheines oder einer Buchung. Wer etwa eineinhalb Stunden bezahlt hat, aber früher wegfährt und sich in eine andere Kurzparkzone stellt, sollte unter Gewissensbissen leiden. Eigentlich muss immer die Ankunftszeit eingestellt werden, so die Expertin. Nach dem Motto: "Ich hab' ja bezahlt", werde aber wohl bei beiden Zahlungssystemen das Aufbrauchen der Restzeit toleriert werden. Überlappende Buchungen sollen bei der elektronischen Variante jedenfalls möglich sein. Den Parkschein kann man einfach wegwerfen.

Die Parkscheine sollen aber weiter in Verwendung bleiben, forderte Zelenka. Schließlich hat nicht jeder Autofahrer ein Handy. Für technische Pannen - egal ob das Netz oder der Akku zusammengebrochen ist - sollte auf jeden Fall ein Parkschein als "eiserne Reserve" im Wagen sein, riet Zelenka.(APA)

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ÖAMTC

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