Israel überweist 57 Millionen Euro an Arafats Behörde

4. Februar 2003, 11:31
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Von rund 400 den Palästinensern vorenthaltenen Millionen

Jerusalem - Israel hat den Palästinensern umgerechnet rund 57 Millionen Euro überwiesen, um die Autonomiebehörde vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren. 37 Millionen Euro der Summe seien Steuereinnahmen, die Israel für die Palästinenser im Dezember vergangenen Jahres eingenommen habe, berichteten am Dienstag israelische Medien. Die restlichen 20 Millionen Euro gehörten zu einer Gesamtsumme von rund 400 Millionen Euro Steuergeldern, die Israel vor Ausbruch der Intifada im September 2000 in palästinensischem Namen einkassiert und seitdem zurückgehalten hatte.

Israel wollte nach eigener Darstellung verhindern, dass die Autonomiebehörde das Geld für den Kauf von Waffen oder zur Finanzierung von Terroranschlägen verwendet. Dagegen warfen die Palästinenser Israel vor, die Autonomiebehörde gezielt in den Ruin treiben zu wollen. Unter Druck der US-Regierung hat Israel zugestimmt, jeden Monat rund 20 Millionen Euro des zurückgehaltenen Geldes zu überweisen. Die Autonomiebehörde hat rund 135.000 Angestellte. (APA/dpa)

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