Bures: Arbeitsmarkt braucht rasch stabile Reformregierung

4. Februar 2003, 11:16
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Arbeitslosigkeit kostet elf Millionen Euro pro Tag

Wien - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures hat am Dienstag die ÖVP gedrängt, "rasch eine stabile Reformregierung" zu bilden, "damit diese nachhaltig etwas gegen die nach wie vor dramatisch steigenden Arbeitslosenzahlen unternehmen kann". In einer Aussendung verwies Bures darauf, dass die Arbeitslosigkeit im Jänner mit 303.676 arbeitssuchenden Menschen den höchsten Wert seit 1945 erreicht hat. "Da müssen die Alarmglocken läuten. Mehr denn je ist eine gezielte und effektive Beschäftigungs- und Wirtschaftsinitiative mit sozialem Weitblick vonnöten, wie sie die SPÖ in ihren '12 Initiativen für ein modernes Österreich' detailliert skizziert hat."

Nach Angaben des "WirtschaftsBlattes" (Dienstag-Ausgabe) verursacht die aktuelle Arbeitslosigkeit pro Tag Gesamtkosten von mindestens elf Millionen Euro. Darin inkludiert sind der Tagsatz für Arbeitslosengeld- oder Notstandshilfebezieher sowie ein Zuschlag von 41 Prozent, der sich aus Krankenversicherungsbeiträgen und der Abgeltung für die Ersatzzeiten zur Pensionsversicherung zusammen setzt. Weiters schlagen die Steuerausfälle der Jobsuchenden zu Buche, die der Arbeitsmarktexperte Wolfgang Alteneder von Synthesis Institut auf 25 Prozent vom Tagsatz schätzt. Dazu kommt, dass neben den offiziell vorgemerkten Arbeitslosen Ende Jänner rund 40.000 Personen in Schulungen untergebracht waren, die ebenfalls Leistungen vom AMS beziehen. (APA)

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