Innsbrucker Ärzte züchteten Teil von Kiefergelenk

4. Februar 2003, 10:47
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Spektakulärer Eingriff gut verlaufen - Mediziner rechnen mit keiner Abstoßreaktion

Innsbruck - Ein spektakulärer Eingriff ist Innsbrucker Ärzten gelungen. Sie züchteten aus einem Gewebestück der Rippe einen Teil des zerstörten Kiefergelenkes nach. Nach Angaben vom Dienstag könne der Patient bereits wieder essen. Die Mediziner rechnen mit keinen Abstoßreaktionen auf das körpereigene Transplantat.

Der Eingriff wurde an einem gebürtigen Marokkaner vorgenommen, der in Südtirol lebt, berichtete Radio Tirol. Der Mann hatte nach einem schweren Unfall deutliche Beeinträchtigungen und habe nicht einmal richtig essen können, weil das Kiefergelenk immer stärker verknöchert sei.

Dem Patienten wurde ein Gewebestück aus der Rippe entnommen. Die Knorpelzellen wurden in einem Brutschrank in sechs Wochen herangezüchtet. Anschließend wurden sie auf Trägermaterial aufgebracht, das eine anatomische Formung ermöglicht. Nach den Erwartungen der Ärzte soll nach dem Einsetzen des Transplantates dem Patienten weitere Eingriffe erspart bleiben. (APA)

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