"Gesunder Geist in gesundem Körper"

4. Februar 2003, 10:34
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Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes zeigt: 45 Prozent der ÖsterreicherInnen wollen Lebensstil "radikal ändern"

Klagenfurt - Herr und Frau Österreicher halten es mit "gesundem Geist in gesundem Körper", legen Wert auf seelische Balance und Ausgeglichenheit und bezeichnen sich selbst als "einigermaßen mental ausgeglichen". Die Mehrheit ist bereit, den Lebensstil "radikal zu ändern". Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes zum Thema "Mental Wellness".

Das Humaninstitut als tiefenpsychologisch orientiertes Sozialforschungsinstitut hat sich in der Studie mit dem Thema "Befindlichkeit" auseinander gesetzt. Erhebungstechnisch wurden Online-Befragungen, Telefoninterviews, aber vor allem persönliche Gesprächen mit Focusgruppen durchgeführt. Insgesamt wurden österreichweit 750 Personen einbezogen.

"Gesunder Geist im gesunden Körper"

Auf die Frage, wie weit der klassische Leitspruch "gesunder Geist im gesunden Körper" zutreffend sei, antworteten 41 Prozent mit "stimmt", 32 Prozent mit "punktgenau", zwölf Prozent mit "teilweise", acht Prozent mit "manchmal" und sieben Prozent mit "überhaupt nicht". 71 Prozent meinten, man sollte diesen Leitspruch "erst nehmen". 53 Prozent sind der Ansicht, man sollte ihn "neu überdenken" (Mehrfachzuordnung war möglich).

65 Prozent der Befragten gaben an, auf seelische Balance und Ausgeglichenheit großen Wert zu legen. Lediglich acht Prozent erklärten, dies überhaupt nicht zu tun. Auf die offene Frage, wie dies im Alltag praktiziert werde, sagten 82 Prozent: "Ich nehme mir vor, kurz abzuschalten."

Ausführliches Gespräch

In der Tagesplanung ist für dreizehn Prozent mehr als eine Stunde Entspannungszeit fix eingeplant. Siebzehn Prozent gaben dreißig Minuten an, 32 Prozent zehn Minuten, 22 Prozent fünf Minuten. Sechzehn Prozent der Befragten sagten, keine Entspannungszeit fix eingeplant zu haben.

Ein ausführliches Gespräch mit dem Lebenspartner ist für 33 Prozent "die Regel", für 23 Prozent "tägliche Praxis", für 21 Prozent "im Anlassfall angesagt". Dreizehn Prozent erklärten, dies sei "manchmal angebracht", die restlichen zehn Prozent gaben an, dies "kommt selten vor". Als Themen werden im Gespräch vorwiegend "Probleme mit den Kindern" (84 Prozent), "Job und Bekanntenkreis" (75 Prozent) sowie "Fragen der Beziehung" (71 Prozent) bevorzugt.

Auf die Frage, "Wenn ich mich selbst beurteile, würde ich mich als mental ausgeglichen bezeichnen?", erklärten 34 Prozent "durchschnittlich", 21 Prozent "ziemlich", elf Prozent "sehr". Auf der Gegenseite stehen "kaum" mit 22 und "nicht" mit zwölf Prozent.

45 Prozent der Befragten gaben an, ihren Lebensstil radikal ändern zu wollen, vierzehn Prozent möchten das nicht tun. Die restlichen 41 Prozent hatten dazu keine Meinung. (APA)

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