Human Rights Watch fordert von Washington Antwort auf Foltervorwurf

4. Februar 2003, 08:10
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USA sollen Geheimdiensterkenntnisse über irakische Waffenprogramme durch Folter erpresst haben

New York - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die US-Regierung aufgefordert, zu Vorwürfen Stellung zu nehmen, wonach Geheimdiensterkenntnisse über irakische Waffenprogramme durch Folter erpresst wurden. Die Organisation zitierte am Montag aus einem Bericht der Zeitung "Washington Post" vom Dezember, in dem Mitarbeiter der US-Regierung andeuten, dass mutmaßliche El-Kaida-Kämpfer bei Verhören misshandelt worden seien.

Human Rights Watch forderte in einem Offenen Brief von US-Außenminister Colin Powell, die Verantwortlichen für solche Verhöre zur Rechenschaft zu ziehen. Washington müsse zudem erklären, dass es unter Folter erpresste Informationen nicht verwende.

Powell will am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat Belege dafür vorlegen, dass Irak nicht mit den UNO-Waffeninspektoren zusammenarbeitet. Sein Sprecher Richard Boucher wies die von Human Rights Watch zitierten Vorwürfe zurück. In Guantanamo halten die USA rund 625 mutmaßliche El-Kaida-Anhänger und Taliban-Kämpfer aus Afghanistan gefangen, darunter auch mehrere Staatsangehörige westlicher Staaten.(APA)

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