Opposition lehnt Referendum ab

4. Februar 2003, 19:50
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Haltung der Regierung führte zum "Stillstand der Verhandlungen"

Caracas - Venezuelas umstrittener Präsident Hugo Chavez hat der Opposition des südamerikanischen Krisenlandes ein Referendum über Neuwahlen vom 19. August an vorgeschlagen. Die Forderung der Opposition, eine Verfassungsänderung zur Kürzung des bis 2006 laufenden Präsidentenmandats um zwei Jahre in Gang zu bringen, wies der Linksnationalist am späten Montagabend (Ortszeit) in Caracas dagegen zurück. Die Haltung der Regierung habe zu einem Stillstand der Verhandlungen geführt, klagten Oppositionssprecher.

Die beiden Lösungsalternativen waren vom früheren US-Präsidenten Jimmy Carter empfohlen worden. Doch die Oppositionsbewegung "Coordinadora Democratica" (CD) teilte jetzt mit, sie habe den Generalstreik gegen die Regierung nur deshalb nach zwei Monaten beendet, weil sie der Meinung war, Chavez würde die Mandatskürzung akzeptieren. Am Sonntag habe man mehr als vier Millionen Unterschriften von Menschen gesammelt, die eine entsprechende Verfassungsänderung befürworteten. Das seien doppelt so viele, wie von der Verfassung vorgeschrieben, hieß es. (APA/dpa)

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