Eine Million Robben zum Abschuss freigegeben

3. Februar 2003, 20:32
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Tierschützer kritisieren "massiven Schlachtplan" der kanadischen Regierung

Montreal - Trotz Protesten von Umweltschützern hat die kanadische Regierung knapp eine Million Robben zum Abschuss freigegeben. Der Bestand an der Atlantikküste sei in den vergangenen 20 Jahren von 1,8 Millionen auf 5,2 Millionen gestiegen, hieß es in einer Erklärung des Fischereiministeriums vom Montag. Die Population sei "reichlich und gesund", so dass in den kommenden drei Jahren 975.000 Grönland-Robben getötet werden könnten. Während der Jagdsaison von März bis Mai vergangenen Jahres seien wegen schlechten Wetters nur 275.000 der Tiere geschossen worden.

"Die Robbe ist ein wichtiger Naturrohstoff, der - wenn er sinnvoll ausgenutzt wird - 12.000 Jägern und ihren Familien ein einträgliches Auskommen sichert", heißt es in der Erklärung. Die kanadische Regierung macht die Robben unter anderem für das Verschwinden der Kabeljau-Bestände vor der Ostküste verantwortlich. Tierschutzvereinigungen warfen der Regierung vor, einen "massiven Schlachtplan" ausgearbeitet zu haben. (APA/AFP)

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    Der Robben-Bestand an der Atlantikküste sei in den vergangenen 20 Jahren von 1,8 Millionen auf 5,2 Millionen gestiegen.

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