Reiche Städte mit "Speckgürtel"

3. Februar 2003, 20:13
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Hohe Einkommen in Ballungsräumen - Eisenstadt und Wien voran

Wien - Die Bestverdiener Österreichs leben in den Städten und am Stadtrand - das ist nun auch statistisch belegt: In den Landeshauptstädten und den "Speckgürteln" rundherum leben die Österreicher mit den besten Durchschnitts-Nettoeinkommen. Das geht aus einer Auswertung der Lohnsteuerstatistik hervor, die Statistiker der oberösterreichischen Landesregierung durchgeführt haben.

Die absoluten Spitzenverdiener mit einem Monats-Nettoeinkommen von mehr als 1500 Euro wohnen jedenfalls im Großraum Wien. So weit die Spitzenverdienste. Bewertet man hingegen die durchschnittlichen Einkommen, sieht das Ranking ein wenig anders aus. Da beträgt das durchschnittliche Nettoeinkommen aller mehr als fünf Millionen Lohnsteuerpflichtigen 1104 Euro. Bei der Einzelwertung der Landeshauptstädte liegen die Eisenstädter mit einem Monatsnetto von durchschnittlich 1313 Euro an erster Stelle, gefolgt von Wien (mit einem Gesamtdurchschnitt von 1225 Euro), Linz (1214 Euro) und Graz (1184 Euro). Die Klagenfurter verdienen im Schnitt (1171 Euro) praktisch gleich gut wie die Salzburger (1169 Euro). Auch die Einwohner von St. Pölten (1144 Euro), Bregenz (1125 Euro) und Innsbruck (1113 Euro) haben Einkommen von mehr als 1000 Euro netto pro Monat.

Bei einer Wertung der Einkommen im gesamten Bundesland nimmt Wien den ersten Rang ein, auf Platz zwei liegt Niederösterreich (1142 Euro), es folgen Oberösterreich (1074 Euro) und Salzburg (1072 Euro). Vorarlberg (1053 Euro) liegt auf Rang fünf, die Steiermark (1042 Euro) auf Rang sechs und das Burgenland (1040 Euro) auf Rang sieben. Die Kärntner verdienen im Schnitt 1036 Euro, die Tiroler 1019 Euro.

Basis der Auswertung ist die Lohnsteuerstatistik 2001 der Statistik Austria. Unschärfen gibt es bei der Wertung, weil Grenzpendler, Personen, die im Ausland ihr Geld verdienen, nicht enthalten sind. Weiters sind Saisonkräfte (in Tourismus oder Landwirtschaft) nicht nach der Bezugsdauer gewichtet. (frei/DER STANDARD, Printausgabe 04.02.2003)

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    Wiener Rathausplatz

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