Serbische Soldaten in den Kosovo

3. Februar 2003, 19:52
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Premier Zoran Djindjic fordert Erfüllung der UN-Resolution 1244

Serbiens Premier Zoran Djindjic forderte am Montag die Rückkehr von 1000 jugoslawischen Soldaten in das "Mutterland Kosovo". In einem Schreiben an den Nato-Kommandanten für Südeuropa, Admiral Gregory Johnson, berief sich der serbische Regierungschef auf die UNO-Resolution 1244, die den Kosovo als einen Bestandteil Jugoslawiens definiert und die Rückkehr eines Teils seiner Streitkräfte vorsieht.

"Wir müssen uns jetzt gleich um den Status des Kosovo kümmern, sonst wird es für Serbien für immer verloren sein", erklärte Djindjic und wies auf die "Vertreibung" und "grobe" Verletzung der Menschenrechte der in der Provinz verbliebenen Serben hin. Die Armee sei jederzeit bereit, ihre Aufgabe im Kosovo zu erfüllen, verkündete der Generalstab in Belgrad. 1999 sind jugoslawische Streitkräfte aus dem Kosovo abgezogen, und die Provinz steht seitdem unter UN-Verwaltung.

Die Kosovo-Regierung protestierte heftig beim UNO-Sicherheitsrat. Selbst die Einbeziehung des Kosovo in die Verfassungsurkunde der neuen Staatengemeinschaft "Serbien und Montenegro" bezeichneten albanische Politiker als eine "Provokation gegen demokratische Prozesse in der Region". (DER STANDARD; Printausgabe, 4.2.2003)

Andrej Ivanji aus Belgrad
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