Palästinenser wegen El-Kaida-Mitgliedschaft zu 27 Jahren Haft verurteilt

3. Februar 2003, 17:36
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Nabil Okal 1998 erlernte in einem Trainingscamp die Herstellung von Sprengkörpern

Grenzübergang Erez- Ein israelisches Militärgericht hat am Montag einen 29-jährigen Palästinenser zu 27 Jahren Haft verurteilt, weil er als Angehöriger der El Kaida potenzielle Attentäter rekrutieren sollte. Nach Erkenntnissen der Ankläger hat Nabil Okal 1998 in Afghanistan in einem Trainingscamp der El Kaida die Herstellung von Bomben gelernt. In den Palästinenser-Gebieten sollte er potenzielle Attentäter rekrutieren, die als "Schläfer" auf einen Einsatz warten. Die El-Kaida-Gruppe des Moslem-Extremisten Osama bin Laden wird von den USA für die Anschläge auf vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium in Washington verantwortlich gemacht.

Die israelischen Behörden teilten nicht mit, ob der Verurteilte bei seinen Rekrutierungsbemühungen erfolgreich war und ob er oder seine Mitstreiter jemals Anschläge verübt haben. Okal rief Reportern vor den Gerichtsaal am Grenzübergang Erez zum Gaza-Streifen zu: "Ich bin unschuldig!" Nach Angaben der Militärstaatsanwaltschaft wurden zwei weitere Männer als Komplizen Okals verhaftet. Einer sei bereits zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der andere Prozess stehe noch bevor. (APA/Reuters)

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