Deutsche Fernsehrechte wären zu haben

3. Februar 2003, 16:27
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Sat.1 nahm Option für kommende Bundesliga-Saison nicht wahr

Hannover/München - Die Übertragungsrechte der deutschen Fußball-Bundesliga befinden sich wieder auf dem freien Markt. Sat.1 hat die Option, die Rechte für die kommende Saison zu ähnlichen Konditionen wie bisher zu erwerben, nicht gezogen. Der Privatsender zahlt bisher 80 Mio. Euro pro Jahr für die Erstrechte im Free TV.

Sat.1 bleibt jedoch erster Interessent. Man will auch nächste Saison die Bundesligaspiele zeigen, allerdings nicht zum bisherigen Preis und zu anderen Bedingungen, zum Beispiel mehr Livespiele.

Kaum andere Interessenten

Der Sat.1-Verzicht auf die Option bringt die öffentlich-rechtliche ARD wieder ins Spiel. Mehrere Vereine sind nach dpa- Informationen schon vorstellig geworden. Vor allem die Spitzenklubs wie Bayern München und Borussia Dortmund, die Rechtepreise von mehr als 100 Mio. Euro erlösen möchten, sind unzufrieden mit dem bisherigen TV-Partner Sat.1 und schließen einen Wechsel nicht aus. Bisher hatte die ARD jedoch ein Interesse mit Hinweis auf die Kosten bestritten.

Sinkende Preise

Helmut Thoma, früherer RTL-Geschäftsführer rechnet mit sinkenden Preisen für die Fußball-Übertragungsrechte: "Fußball ist in allen europäischen Ländern viel zu teuer geworden. Die Verluste sind zweistellig, in dieser Form ist das nicht mehr zu tragen." in München. Zudem sei "die Zusammensetzung der Zuschauer nicht mehr so attraktiv". Formel 1 und Skispringen hätten viel jüngere Zuschauer als der Fußball. (APA/dpa)

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