Erneut Journalist in Kaschmir getötet

3. Februar 2003, 14:28
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"Reporter ohne Grenzen" verlangen Aufklärung von Verbrechen

Srinagar/Berlin - Im indischen Teil Kaschmirs ist erneut ein Journalist erschossen worden. Das berichtete am Montag die Organisation "Reporter ohne Grenzen" in Berlin. Parvaz Mohammed Sultan, Chefredakteur der lokalen Nachrichtenagentur News and Feature Alliance, sei am 31. Januar in Srinagar von zwei Unbekannten umgebracht worden.

Die Täter hätten sich Zutritt zu Sultans Büro verschafft und auf den Journalisten geschossen. Der 35-Jährige sei kurze Zeit später seinen Verletzungen erlegen. In der von Pakistan und Indien umkämpften Region Kaschmir würden Journalisten immer häufiger Opfer von Gewalt, erklärte "Reporter ohne Grenzen". Mehr als zehn Journalisten seien seit 1989 in dem von Indien kontrollierten Teil getötet worden. Die Organisation forderte die Provinzregierung von Jammu und Kaschmir sowie das Innenministerium auf, sich für die Aufklärung des Verbrechens und die Bestrafung der Täter einzusetzen. (APA/dpa)

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