Burgenland setzt auf Mädchenförderung

3. Februar 2003, 14:26
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Internet-Plattform vernetzt Burgenländerinnen und Ungarinnen - Auch Technik soll Mädchensache werden

Eisenstadt - Das Burgenland setzt auf Mädchenförderung: Eine von der EU mitfinanzierte Internet-Plattform soll Heranwachsende im Burgenland, aber auch in Ungarn ansprechen, die Vernetzung fördern und ihnen Hilfestellung bei Fragen und Problemen geben. Ein weiteres Projekt, das sich "TEAM - Technik für engagierte und ambitionierte Mädchen" nennt, will erreichen, das junge Frauen bei der Wahl ihrer Berufslaufbahn ausgetretene Pfade verlassen. Technik soll auch Mädchensache werden.

Frauen-LR Verena Dunst (S), die die beiden Initiativen am Montag in Eisenstadt präsentiert hat, hofft, dass junge Frauen über den Zugang und die Nutzung neuer Medien in ihrer Selbstbestimmung unterstützt und ihre Partizipation gefördert werden. Vor allem soll ihnen Hilfe bei der Berufswahl geboten werden. "Junge Mädchen entscheiden sich leider noch immer großteils für traditionelle Frauenberufe", meinte sie. Auch der Akademikerinnen-Anteil sei der niedrigste im Vergleich zu anderen Bundesländern.

Informationen, Lerntipps, Kontakte

Entwickelt wurde der Internet-Treffpunkt für Mädchen von der Projektkoordinatorin Jutta Zagler, die lange Zeit im Ausland war und gesehen hat, "dass es dort bereits viele Mädchen- und Frauennetzwerke gibt". So wurde die Idee zu www.mona-net.at geboren. Das Vorhaben, mittlerweile als Interreg IIIA Projekt anerkannt, wird von EU, Land Burgenland und AMS mit 115.000 Euro gefördert. Die Plattform bietet allen Interessierten kostenlos Informationen, Lerntipps, Kontakte, ein Gewinnspiel und - offline - Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen. Jedes Mädchen erhält eine e-Mail-Adresse und kann auch eine eigene Homepage einrichten.

Als Projektträger fungiert die Frauenservicestelle "Die Tür", deren Geschäftsführerin Wilma Fischer über den höchst erfolgreichen Probelauf des Internet-Projektes berichtete. Das Interesse sei sehr groß. Auch erste Kontakte mit ungarischen Partnern wurden bereits geknüpft. (APA)

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