Baxter Österreich fährt harten Sparkurs

3. Februar 2003, 19:14
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Kündigungen und Ausgliederungsprogramm

Wien - Die Österreich-Tochter des US-Pharma- und Medizintechnik-Unternehmens Baxter zieht die Zügel straffer. Nach der Kündigung von 75 Mitarbeitern zu Jahresbeginn will man weiter einsparen und die Kantine sowie den Fuhrpark an Unternehmensfremde abtreten. Damit werden zusätzlich 75 Leute von der Baxter-Gehaltsliste verschwinden.

Der ursprüngliche Plan sah die Kündigung von 100 Mitarbeitern und die Ausgliederung weiterer 85 vor. Ein kolportierter, weiterer Abbau von Jobs wird hingegen sowohl von der Unternehmensleitung als auch vom Betriebsrat dementiert. Angestelltenbetriebsrat Hertha Dokulil wehrt sich im STANDARD-Gespräch gegen Vorwürfe aus der Belegschaft, nicht massiver gegen das Kündigungsprogramm vorgegangen zu sein. "Wir haben rechtlich prüfen lassen, ob wir etwas dagegen tun können. Das Ergebnis war nein." Noch im Vorjahr sei ein Sozialplan verhandelt worden, der gekündigten Mitarbeitern über 50 zusätzlich sechs Monatsgehälter sichert.

Anhaltend negativer Trend

Baxter Österreich ist mit knapp 3000 Mitarbeitern größte Auslandstochter des weltweit tätigen Unternehmens und eines der wichtigsten Forschungs- und Produktionszentren des Konzerns für Medikamente aus Blutplasma, spezielle Proteine und Impfstoffe. Vor der Übernahme der Immuno 1997 war Baxter nur mit einer Vertriebsgesellschaft in Österreich vertreten.

Das Sparprogramm wird vom Unternehmen mit dem anhaltend negativen Trend in der gesamten Branche begründet. Das Investitionsprogramm sei vom Sparkurs unberührt. Wie berichtet, baut Baxter um 200 Mio. Euro ein neues Produktionswerk in Krems. Dort soll ab Mitte 2004 unter anderem ein neuartiger Grippe-Impfstoff hergestellt werden, der in den Labors in Orth an der Donau entwickelt wurde. In Krems sollen rund 300 neue Jobs entstehen. (Günther Strobl, DER STANDARD, Printausgabe 4.2.2003)

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