Neue Fahrzeuge für Tiroler Tunnelsicherheit

3. Februar 2003, 14:11
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Asfinag stellt zusätzliche Mittel zur Verfügung

Innsbruck - Durch eine neue Vereinbarung zwischen Asfinag und Land Tirol soll die Tunnelsicherheit in Tirol erhöht werden. Die Ausschreibung für entsprechende Fahrzeuge der Feuerwehren sei bereits im Laufen, kündigte der zuständige Landesrat Konrad Streiter (V) am Montag an.

Die Vereinbarung sieht eine jährliche Zahlung (rückwirkend bis 1.1.2002) der Asfinag vor, die Gelder fließen in die Ausrüstung jener Feuerwehren, die Asfinag-Tunnel betreuen, die so genannten "Portalfeuerwehren". Die Ausschreibung für das erste Fahrzeug für die Portalfeuerwehr Silz laufe bereits, Anfang 2004 soll das Fahrzeug ausgeliefert werden.

Zahlung nach Tunnel-Länge

Die Zahlung richte sich nach der Tunnel-Länge: Pro Meter und Jahr zahlt die Asfinag 9,58 Euro, also jährlich etwa 280.000 Euro für die Tunnel Mils (1.866 Meter), Roppen (5.100 Meter), Landeck (6.955 Meter) Perjen (2.993 Meter), Pianner/Quadratsch (1.566 Meter), Flirsch (1.518 Meter) und Arlberg (8.912 Meter).

Das Fahrzeug für Silz wird es mit einem 3.000-Liter-Tank und Langzeit-Atemschutzgeräten ausgerüstet. Das Fahrzeug kann sowohl zur Brandbekämpfung als auch zur technischen Unfallhilfe (Bergeschere) eingesetzt werden. Auch eine Wärmebildkamera, die Bilder vom Tunnel-Inneren nach außen übertragen kann, wird eingebaut.

Der Roppener Tunnel ist mit 5,1 Kilometern Tirols längster Autobahntunnel und zudem einröhrig. Sicherheitstechnisch wird er unter anderem von den Portalfeuerwehren Imst und Silz betreut. In diesem Autobahn-Abschnitt ereigneten sich laut Verkehrsabteilung in den Jahren 1997 bis 2002 über 60 Unfälle ereignet. Feuerwehren mussten dabei bereits mehrmals zu Brandeinsätzen in den Tunnel einfahren. (APA)

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Asfinag

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