Ericsson demonstriert Handover zwischen UMTS, GSM und WLAN

3. Februar 2003, 13:47
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Gleichzeitig nahtlose Übertragung für Daten, Videos und Sprache

Ericsson hat erstmals in Stockholm die nahtlose parallele Übertragung von Daten, Videosequenzen und Sprache mit GSM/GPRS, UMTS und WLAN demonstriert. Das "Guardian Angel" getaufte medizinische Notfallsystem kann ohne Unterbrechung der Verbindung, zwischen verschiedenen Netzzugängen hin- und herschalten. Es entscheidet nach Angaben von Ericsson über das für den jeweiligen Standort optimale Netz selbständig. Die Demonstration war ein Teil des EU-Projektes "IPv6 Wireless Internet Initiative (6WINIT)".

Einsatznetz

Fährt der Krankenwagen über Land, ist der Guardian Angel per GPRS/GSM mit dem Krankenhaus verbunden. Im dicht besiedelten Gebiet schaltet Guardian Angel automatisch auf das leistungsfähigere UMTS-Netz um. Erreicht der Krankentransport das Hospital, nimmt das Notfall-System Verbindung mit dem WLAN des Krankenhauses auf.

Parallel

Der Datenstrom kann zur Erhöhung der Datensicherheit dabei über verschiedene Netzwerkschnittstellen parallel fließen. Ist das WLAN instabil, nutzt Guardian Angel zur Übertragung der oftmals lebenswichtigen Daten simultan GSM/GPRS oder UMTS/WCDMA. Guardian Angel übermittelt mit Hilfe des IPv6-Protokoll Patientendaten wie Herzfrequenz und Blutdruck an die Ärzte der Notaufnahme, die damit bereits vor Eintreffen des Patienten mit der Diagnose beginnen können. (pte)

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