In Tirol startet ein Gendarmerie-Projekt gegen Kindesmissbrauch

3. Februar 2003, 12:33
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Die Kleinen sollen spielerisch lernen, Nein zu sagen - "Inspektor Lux" in Volksschulen unterwegs

Innsbruck - Eine Premiere in Tirol hat am Montag ein Projekt der Salzburger Gendarmerie gegen Kindesmissbrauch und Gewalt erlebt. Die interaktive Kinderveranstaltung fand in der Volksschule Axams (Bezirk Innsbruck-Land) statt.

Hauptfigur in der rund einstündigen Aufführung ist "Inspektor Lux", ein kinderfreundlicher Gendarm. Er macht Spaß mit den Kindern, singt Lieder und redet über lustige und auch traurige Dinge. "Auf kindergerechte Art und Weise soll den Schülern vermittelt werden, dass sie das Recht haben, Nein zu sagen", erklärte Rupert Huttegger vom Landesgendarmeriekommando Salzburg die Idee zu seinem Projekt.

Über Befindlichkeiten reden

"Die Kinder sollen erfahren, wie es ist, darüber zu reden, wenn es ihnen einmal gut oder auch schlecht geht", sagte der Kriminalbeamte. Er beschäftigt sich seit sieben Jahren mit dem Thema sexueller Missbrauch. "Im Zuge meiner Arbeit habe ich laufend mit Opferschutzeinrichtungen wie der Kinder- und Jugendanwaltschaft oder dem Kinderschutzzentrum zu tun", sagte Huttegger. Der Gendarm setzt das Projekt mit fünf Kollegen spielerisch um. "Unser Ziel ist es, mit diesem Kinderprojekt ein Tabu zu brechen".

Seit über einem Jahr gibt es inzwischen das Präventions-Projekt. "Inspektor Lux" ist seither mehrmals im Monat in verschiedenen Volksschulen in Salzburg und anderen Bundesländern unterwegs. 25.000 Kinder haben bisher an den Veranstaltungen teilgenommen. (APA)

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