USA stoppen geplanten Truppenabzug aus Südkorea

3. Februar 2003, 12:17
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Nordkorea: Armee für den Fall eines US-Angriffs gewappnet

Seoul - Die USA haben den geplanten Abzug von 2900 Soldaten aus Südkorea gestoppt. Damit solle die Kampfbereitschaft vor Ort gesichert werden, erklärte US-Generalleutnant Charles Campbell am Montag in Seoul. Angesichts der Mobilisierung von US-Truppen in der Golfregion und in Afghanistan müsse die Truppenstärke auf der koreanischen Halbinsel weiter gehalten werden. Die in Südkorea stationierten 37.000 US-Soldaten befinden sich wegen der Krise um das nordkoreanische Atomprogramm bereits seit Dezember in Alarmbereitschaft. In den kommenden drei Monaten hatten ursprünglich 2900 Soldaten abgezogen werden sollen.

Vergangene Woche hatte der Chef des US-Pazifikkommandos, Admiral Thomas Fargo, Presseberichten zufolge das Pentagon um die Entsendung weiterer Soldaten, Kampfflieger und Kriegsschiffe gebeten. Damit solle verhindert werden, dass Nordkorea aus einem möglichen Irak-Krieg militärischen Nutzen ziehe.

Nordkorea: Armee für den Fall eines US-Angriffs gewappnet

Nordkorea hat im Streit um sein Atomprogramm erneut von einem möglichen Krieg gesprochen. Ein Militärsprecher erklärte am Montag im staatlichen Rundfunk: "Unsere Streitkräfte und unser Volk sind in Kampfbereitschaft gegen kriegshetzerische Schritte der US-Imperialisten." Die USA verfolgten die Absicht, die koreanische Halbinsel zu dominieren. Die Vereinigten Staaten sollen nach unbestätigten Berichten des Fernsehsenders ABC die Entsendung eines Flugzeugträgers in die Gewässer vor Nordkorea beschlossen haben. In Südkorea sind schon 37.000 Amerikaner stationiert.

Soldaten und Volk hätten ihr Schicksal und ihre Zukunft zuversichtlich in die Obhut des nordkoreanischen Führers Kim Jong Il gelegt, sagte der Armeesprecher bei einem Besuch Kims auf einem Militärstützpunkt, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Montag meldete. Seit Anfang Dezember bereitet Nordkorea die Wiederaufnahme seines Atomprogramms vor, das sich möglicherweise zum Bau von Atomwaffen eignet. Die Regierung in Pjöngjang begründete dies mit der Einstellung von Öllieferungen durch die USA und ihre Verbündeten.

Nordkorea wehrt sich gegen die Absicht der USA, den Konflikt dem UNO-Sicherheitsrat vorzulegen. Die Amerikaner versuchten damit, "ihre schmutzigen aggressiven Ziele zu erreichen", hieß es am Montag in einem Kommentar von Radio Pjöngjang. (APA)

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