Schausberger für weitere Gespräche mit den Grünen

3. Februar 2003, 13:05
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Lob des Salzburger Landeshauptmanns: "Sind gesprächsbereiter und flexibler als die SPÖ"

Salzburg - Er sei der Meinung, dass man mit den Grünen weiter verhandeln solle, denn sie seien "gesprächsbereiter und flexibler als die SPÖ", meinte Salzburgs ÖVP-Landesparteiobmann LH Franz Schausberger. Die SPÖ stehe im Korsett der Gewerkschaft und der Länder, weshalb die Gespräche mit den Grünen weitergeführt und forciert werden sollten, so Schausberger.

Natürlich sollten Verhandlungen mit allen drei Parteien geführt werden. Doch die Option mit den Grünen sei - realistisch betrachtet - sehr positiv zu bewerten, meinte der Salzburger ÖVP-Chef.

Schwaighofer für Kompromisse

Der Landessprecher der Salzburger Grünen, Cyriak Schwaighofer, spricht sich für eine Koalition mit der ÖVP aus. "Die Grünen sind ja auch angetreten, um eine blau-schwarze Regierung in Zukunft zu verhindern", meinte Schwaighofer am Montag im ORF-Mittagsjournal. "Zur Verhinderung größeren Übels" müsse man aber auch Kompromisse eingehen. "Da kann man nicht glauben, dass man 100 Prozent grüne Programmatik umsetzen kann", so Schwaighofer.

Burgstaller: "Lassen uns nicht in die Knie zwingen"

Man sollte sich jetzt nicht um Farbenspiele kümmern, sondern vielmehr Sorgen um die Zukunft Österreichs machen. "Wir lassen uns nicht demütigen oder in die Knie zwingen", erklärte Salzburgs SPÖ-Landeschefin Gabi Burgstaller. Es gehe darum, eine Regierung zu installieren, die mit hoher Verantwortung agiert".

"Die Menschen wollen rasch eine Regierung und die Mehrheit der Bevölkerung will eine Große Koalition." Die SPÖ habe klar entschieden, in Regierungsverhandlungen zu gehen. "Wir lassen uns nicht in die Knie zwingen, sondern gehen erhobenen Hauptes in die Regierungsverhandlungen." Allerdings würde man auf gewissen Punkten (Frühpension etc.) beharren, so Burgstaller.

Schnell: "Prölls Aussagen sind Humbug"

Salzburgs FPÖ-Obmann Klubobmann Karl Schnell wies die jüngsten Aussagen Prölls zurück. "Mit Sicherheit hat es von der FPÖ nicht mehr Stimmen gegen die Bundesregierung gegeben als von der ÖVP", so Schnell im Gespräch mit der APA. Es habe beispielsweise laufend "Querschüsse" von Wirtschaftskammer-Obmann Christoph Leitl oder der steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic gegeben. "Was Herr Pröll da behauptet, ist reiner Humbug", so Schnell. Zum Stand der Gespräche über die Regierungsbildung wollte Schnell nichts sagen. "Im Bund mische ich mich nicht ein."(APA)

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